Karoline Edtstadler – ein Jahr „Königsdisziplin“

Ihre Tätigkeit im ersten Jahr in der Salzburger Landespolitik bezeichnet Karoline Edtstadler als „Königsdisziplin“.

Als g’studierter Politikwisseng’schaftler sehe ich das genauso!

Die Königin kennt man ja schon aus dem Märchen der Gebrüder Grimm als neidvoll und eitel, besessen von Schönheit und Macht, die nicht davor zurückschreckt, WidersacherInnen mit List und Tücke aus dem Weg zu räumen.

Die Schneekönigin im gleichnamigen Märchen von H. C. Andersen verkörpert als unnahbare Herrscherin über Eis und Schnee emotionale Kälte und Gefühllosigkeit, die auch vor Kindesentführung nicht zurückschreckt. 

Bei Alice im Wunderland regiert die Königin tyrannisch, autoritär, befiehlt bei jedem kleinen Vergehen sofort die Enthauptung – „Ab mit ihrem Kopf“ –, ist jähzornig, ungeduldig und rastet bei jeder Kleinigkeit aus. Alle Figuren im Wunderland haben panische Angst vor ihr und versuchen ständig, sie zufriedenzustellen.

Aber nicht nur im Märchen stehen „Königinnen“ in Eitelkeit, Brutalität, Intrige, Grausamkeit oder dem Streben nach Macht als Selbstzweck „Königen“ um nichts nach: Mary Tudor – bekannt als „Bloody Mary“, Elena Ceaușescu, Margot Honecker – die „Lila Hexe“, Asma al-Assad – „First Lady der Hölle“ oder Imelda Marcos.

Frosthexe oder Impfteufel?

Wird die geschiedene Alleinerzieherin – das neue „Familienleitbild“ der ÖVP – und angebliche Zwillingsschwester von Marilyn Manson ihren vielen eisigen Spitznamen und den märchenhaften Klischees einer „beinharten Eisprinzessin“, „hantigen, eiskalten Furie“ oder „Frosthexe“ in der Welt der Realpolitik gerecht?

Postenschacher

Während ihrer dreiwöchigen Amtsperiode als interimistische Kulturministerin von 7. bis 29. Jänner 2020 (!) peitschte sie am Vorabend der Amtsübergabe an Ulrike Lunacek (Grüne) noch drei wichtige Personalentscheidungen durch: Christian Kuhn – Albertina, Therese Niss – Technisches Museum, Dorothea Schittenhelm – mumok.

Einfach nur dumm

Im Juni 2020 hält Edtstadler als Europaministerin eine Ansprache anlässlich des Baubeginns der Shoa-Namens-Gedenkstätte in Wien und vergleicht den industrialisierten Massenmord an 6 Millionen Juden mit dem Verkehrsunfalltod ihres Opas. Reaktionen: Die Zeit, Heute, Jüdische Allgemeine.

Beschneidung der Pressefreiheit

Edtstadler im Profil-Interview: „Aber ganze Protokolle oder teils persönliche Chats – Wort für Wort und aus dem Zusammenhang gerissen – haben nichts in den sozialen Medien zu suchen. … Medien brauchen Grenzen.“ – Wie wollen sie Verstöße ahnden? – „Ich will das Zitierverbot im Strafgesetz verankern – nach deutschem Vorbild.“ – Na servas.

Edtstadler schützt damit nicht „arme“ Beschuldigte im Ermittlungsverfahren, sondern korrupte Machenschaften ihrer Partei, wie sie die ÖVP-Chat-Affäre als modernes Sittenbild im täglichen politischen Handeln der ÖVP aufgezeigt hat: Die ÖVP als Hure der Reichen.

Zwangsimpfung und Lockdown

„Mehr und mehr setzt sich der Grundsatz durch, dass nur Personen, die sich gegen Corona impfen lassen, freien Zugang zu allen Einrichtungen erhalten.“ Edtstadler im SN-Interview am 13.9.2021

Die Folge: 11 Wochen durchgehend Hausarrest für Ungeimpfte

„Wir brauchen eine allgemeine Impfpflicht hier in Österreich … mit Strafen, um die Bedeutung der Sache auch zu unterstreichen … mit der Möglichkeit der ‚tätigen Reue‘. … Die Impfung ist der einzige Weg raus aus der Pandemie!!“ Edtstadler am 9.12.2021

„Dabei darf die Strafe nicht zu niedrig sein, damit sie auch ernst genommen wird.“ Edtstadler im Presse-Interview vom 17.01.2022

„Mit der Einführung der Impfpflicht ist es eigentlich rechtswidrig, in Österreich zu wohnen und nicht geimpft zu sein … und es wird auch möglich sein, jemanden zu kündigen, der nicht geimpft ist … (ungeimpften Arbeitslosen den Leistungsbezug zu streichen (Anm.)) sind Konsequenzen, die im Raum stehen und die man sich noch überlegen muss.“ Edtstadler-Interview Krone 10.12.2021

Eiskalter Lohndiebstahl

„Es gibt Einsparungen beim 15. Gehalt im Bereich der Pflegekräfte, die ja damals in einer sehr schwierigen Zeit auch hinzugekommen sind, um einen Ausgleich zu schaffen. Diese Zeit liegt zum Glück hinter uns und wir haben uns auch gedacht: ‚Das ist eine Möglichkeit, hier auch dann den Rotstift anzusetzen.’“ Edtstadler im Salzburg-heute-Interview vom 14.10.2025; vom Bund bezahlt, von Edtstadler geklaut. Folge: Tausende bei Demo gegen Pflegeraub

Interne Machtkämpfe und Intrigen

Edtstadler kündigt im SN-Interview im Februar 2026 das Aus von Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi nach der nächsten Wahl 2028 an. Gutschi hätte das gerne selbst angekündigt. Hintergrund für diesen hinterlistigen Schachzug: Gutschi war in den Regierungsverhandlungen gegen die Abschaffung des Pflegebonus durch Edtstadler.

Auch Florian Kreibich, Vizebürgermeister der Stadt Salzburg, hat die Nase voll von Edtstadler, die ihm Nikolaus Stampfer als neuen Stadtparteiobmann vor die Nase gesetzt hat. Er trat Ende Juni 2026 von allen Funktionen in der Stadt Salzburg zurück.

Intrige aus Eitelkeit

Wegen angeblichen Verstoßes gegen eine „Wohlverhaltensklausel“ wird Markus Hinterhäuser, erfolgreicher und beliebter Chef der Salzburger Festspiele, von Edtstadler im März 2026 entfernt. Grund: Er hatte als künstlerischer Leiter gemäß Statuten völlig rechtmäßig, aber angeblich ohne „Erlaubnis“ des Kuratoriums Karin Bergmann als neue Schauspieldirektorin vorgeschlagen und damit das politisch besetzte Kuratorium „provoziert“. Der Mantel der „Verschwiegenheitsvereinbarung“ liegt seither über Edtstadlers gekränktem Kunstunverständnis-Ego.

Manipulation und Verschwendungssucht

„Der Rechnungsabschluss 2025 zeigt, dass wir trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verantwortungsvoll gehandelt haben. Die Neuverschuldung ist deutlich geringer ausgefallen als ursprünglich angenommen (360 Mio. statt 500 Mio., bei 2 Mrd. Landesschulden (Anm.)). Das ist das Ergebnis eines konsequenten Konsolidierungskurses.“ Edtstadler auf Instagram 6/2026

Weniger Neuverschuldung als geplant – ein „Konsolidierungserfolg“? Quelle: ORF Salzburg

„Die Sanierung der Festspielhäuser ist in vielen zentralen Punkten dringend notwendig … und wir werden das so umsetzen, dass wir auch das Geld für die Dinge, die wir brauchen, tatsächlich zur Verfügung haben.“ Edtstadler am 8.7.2026 auf FacebookLaut Rechnungshofbericht wären das dann 635 Mio. Euro.

Die Freunderlwirtschaft

„Pilnacek hat mich 2011 ins Justizministerium geholt, und ich durfte wahnsinnig viel von ihm lernen. Alles, was ich legistisch kann, weiß ich von ihm und zehre auch heute sehr davon.“ Edtstadler im Profil-Interview 4.11.2023

Zur Causa Pilnacek und wie man als suspendierter Sektionschef sturzbesoffen mit dem Auto gegen die Richtungsfahrbahn fährt, klick hier.

FAZIT

Ich denke, Karoline Edtstadler wird – gemessen an ihrem politischen Denken und Handeln – den Klischees einer eitlen, dummen, zwischenmenschlich sowie fachlich völlig inkompetenten, manipulativen, hinterlistigen, machtbesessenen und von Verschwendungssucht getriebenen Eishexe mit Bravour gerecht und ich hoffe von ganzem Herzen, dieser kleine, auf Krawall gebürstete Impfteufel schmort bis zur „tätigen Reue“ in der Hölle!

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer wird die neue erste Frau im Land?“